Prioritäten setzen…

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Einfach mal entspannen…

„Prioritäten setzten. Es ist nicht leicht, aber durchaus machbar. Im Job bekommen wir das schließlich auch hin.“

Sie schloss die Augen und atmete tief den entspannenden Melissenöl-Duft ein. Es tat gut und dieser Duft erinnerte sie an ihre Kindheit.

Sie lag in der Wanne, das warme Nass umschloss sie, hüllte sie in eine warme Decke und nahm ihr jeden Stress von den Schultern. Einfach mal loslassen, dem Alltag entfliehen, eigentlich war es gar nicht so schwer. Dabei hatte sie jedoch mit sich kämpfen müssen. Badewanne oder doch lieber noch ein wenig am Schreibtisch sitzen und weiter schreiben? Für manch einen mag es albern klingen, doch sie hatte dabei tatsächlich oft ein schlechtes Gewissen, sich selbst diese Auszeit zu nehmen. Der (selbst auferlegten) Arbeit zu entfliehen. Abzuschalten und den Kopf einfach mal nicht durchgehend laufen zu lassen. Auch der Stand By Modus musste mal Pause machen. Sie sank tiefer in die Wanne und schloss die Augen. Spürte nur die Wärme und schaffte es für wenige Sekunden, nur dem Wind draußen zu lauschen – und einfach mal an gar nichts zu denken. Nur dem Rauschen der Blätter zu folgen, den Böen, die so unentwegt übers Land zogen.

Als sie wieder auftauchte, hatte es klick gemacht. Prioritäten setzen war wichtig, ja. Aber dazu gehörte es auch, sich selbst auf diese Liste zu schreiben. Sich selbst eine Auszeit zu gönnen, mal abzuschalten. War dies nicht die höchste Priorität, die wir im Leben haben sollten?

Auf uns selber achten? Es uns gut gehen lassen?

Ein Gedanke zu “Prioritäten setzen…

  1. So viele Leute sagen mir ich sollte Prioritäten setzen um all meine Arbeits- und Uniziele hinzukriegen und doch lebe ich mit dem Chaos hundert Mal zufriedener und effektiver. Woran liegt’s?
    Prioritäten zu haben, bedeutet auf Dinge zu verzichten, die einem ggnbf. mehr Spaß machen und ggnbf. auch Personen zu vernachlässigen. Es bedeutet vor allem eines: Sich zu etwas zwingen. Da ich beides nicht kann, entscheide ich jeden Tag auf was ich am meisten Bock hab. Wenn ich das, was wirklich wichtig ist (z.B. Klausuren, Rechnungen, Kündigungen) komplett vernachlässige, fallen mir diese Dinge eh 2h nachts ein xD Also kann ich sie gar nicht vernachlässigen. Wieso soll ich mir dann den künstlichen Druck antun?

    Ich sehs aber genauso wie du. Unsere eigentliche Priorität ist doch, dass es uns gut geht. Für manche bedeutet es, möglichst viel am Tag zu schaffen – Für andere bedeutet es möglichst viel Zeit mit Freund(en) zu verbringen. Da ist jeder anders. Ich sehe es so, dass zu allem Fleiß auch Entspannung gehört, aber diese kann man auch nicht erzwingen bzw. fest in einen Tagesplan schreiben. Wenn einem danach ist, soll man eben auch mal nix tun.

    Gefällt 1 Person

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